Haus Atemzeit: Sicherheit für Kinder. Raum für Familien

Ein Zuhause auf Zeit, in dem Kinder intensivmedizinisch versorgt werden und Familien zusammenbleiben können. Denn Kinder entwickeln sich besser, wenn sie stabile Bezugspersonen haben und sich sicher fühlen.
Ein Haus, in dem Eltern nicht zu Besuch sind, sondern bleiben dürfen

- Kinder haben ihr eigenes Zimmer mit Terrasse – kein Vorhang zwischen zwei Betten stört die Privatsphäre (6 Plätze für beatmete Kinder).
- Eltern sitzen nicht auf einem Besucherstuhl, sondern bekommen ebenfalls ein eigenes Zimmer.
- Es gibt keine Besuchszeiten. Eltern dürfen so lange bleiben, wie Kinder ihre Eltern brauchen – oder Eltern ihr Kind.
- Eltern können sich morgens in ihrer eigenen Küche Kaffee kochen und Essen vorbereiten, während ihr Kind medizinisch sicher versorgt ist.
- Familien feiern Geburtstage, auch wenn im Hintergrund ein Gerät leise mitläuft.
- Familien können mit ihrem Kind auf eine eigene Terrasse gehen, statt nur aus dem Klinikfenster zu schauen.
- Geschwister können im Gemeinschaftsraum spielen.
Medizinische Sicherheit – rund um die Uhr
Das Haus Atemzeit ist eine ambulante Intensivpflege-Wohngemeinschaft für beatmete Kinder mit einem deutschlandweit einzigartigen Konzept:
Unser Ziel ist es, Eltern so zu begleiten, dass sie ihr Kind selbstständig und sicher versorgen können.
Handlungssicherheit, die es für ein Leben zu Hause braucht

Eltern lernen Schritt für Schritt im echten Leben:
- Umgang mit Beatmungs- und Monitoring-Geräten
- Absaugen und Kanülenwechsel
- Medikamentengabe und Ernährung (z. B. Sonde)
- Notfallmanagement
- Sicherheit im Alltag und unterwegs
Was Familien zusätzlich stärkt
Neben der medizinischen Versorgung begleiten wir Kinder und Eltern ganzheitlich:

„Ein Haus für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und für Eltern mit großen Fragen."
„Was brauchen Familien wirklich, wenn sie nach Hause sollen, aber innerlich noch nicht können?"

Genau diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Haus Atemzeit ins Leben gerufen habe.
Ich bin Anett Wiese, Gründerin von Atemzeit. In meiner Arbeit als Kinderkrankenschwester habe ich über Jahre unzählige schwer erkrankte und beatmete Kinder begleitet – ebenso ihre Familien, die plötzlich Verantwortung tragen sollten, auf die sie niemand vorbereitet hat.
Ich habe erlebt, wie Kinder zwar medizinisch stabil entlassen wurden, ihre Eltern jedoch innerlich voller Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit zurückblieben. Genau hier habe ich verstanden: Pflege allein reicht nicht aus.
Mit Atemzeit habe ich einen Ort geschaffen, an dem es nicht nur um den sicheren Umgang mit Medizintechnik geht, sondern um das, was Familien wirklich brauchen: einen Ort, um Erlebnisse zu verstehen, Ängste zu verarbeiten und gemeinsam gestärkt in die Zukunft zu blicken. Einen Ort, an dem Kinder wieder Luft zum Atmen bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Für wen das Haus Atemzeit der richtige Ort ist
Aufgenommen werden Kinder
meist direkt von Intensivstationen, u. a.:
- Frühgeborene
- Kinder mit komplex syndromalen Erkrankungen
- Kinder mit kardio-pulmonalen Erkrankungen oder neurologischen Krankheitsbildern
- Kinder mit invasiver oder nicht-invasiver Beatmung / Highflow
Begleitet werden Familien
die nach der Klinikentlassung Orientierung und Sicherheit brauchen:
- Eltern, die sich im Umgang mit Beatmung, Technik und Verantwortung noch unsicher fühlen
- Eltern, die lernen wollen, ihr Kind eigenständig zu versorgen, ohne dauerhaft abhängig von Pflegediensten zu sein
- Familien, die eine strukturierte Vorbereitung auf das Leben zu Hause suchen
Warum das Haus Atemzeit anders ist
Pflegedienst
- Versorgt das Kind
- Personal wechselt regelmäßig
- Abhängigkeit von externer Hilfe bleibt bestehen
Klinik
- Stabilisiert im Akutfall
- Besuchszeiten bestimmen, wann die Familie sich sieht
- Vorbereitung auf Zuhause bleibt begrenzt
Haus Atemzeit
- Eltern lernen, ihr Kind selbst sicher zu versorgen
- Eltern leben im selben Haus wie ihr Kind
- Ziel ist sichere Selbstständigkeit zuhause

